Scott Kiloby – Let It All Fall Apart

Guten Morgen!

Nach längerer  Pause melde ich mich mal wieder, heute mit einem Video von Scott Kiloby, das mir gut gefallen hat. Das Video ist natürlich auf Englisch, darunter findet ihr den dazugehörigen deutschen Text. „Scott Kiloby – Let It All Fall Apart“ weiterlesen

Jeff Foster – Depression als Weckruf

Aus Jeff Fosters neuem Buch Darkness Before Dawn: Redefining the Journey Through Depression „Jeff Foster – Depression als Weckruf“ weiterlesen

Jeff Foster über den Körper

“Du bist nicht gefangen “in” einem Körper. Der Körper – erscheinend als gegenwärtige Empfindung – taucht in der unermesslichen Weite auf, die du bist, Gegenwärtigkeit selbst, und verschwindet wieder, nicht andersherum. Diese Erkenntnis verändert alles, denn nun bist du der liebende Vater, die liebende Mutter des Körpers, seine bedingungslose Umarmung und nicht sein Sklave oder Opfer. Denke an Jesus am Kreuz. Seine Knochen waren zertrümmert, seine Haut zerfetzt, sein Körper zerstört, doch wer er wirklich war – Gegenwärtigkeit selbst – blieb unberührt von dieser Ignoranz der Welt. Er wusste, wer er war, auch inmitten des Schmerzes.

Hör auf damit, die Welt ändern zu wollen. Das ist eine Schlacht, die niemals endet. Beginne damit, die Welt so zu lieben, wie sie ist. Und das beginnt, alles zu verändern.

Da ist ein Licht, das niemals zu leuchten aufhört, und das bist DU.”

Jeff Foster auf seiner Facebook-Seite am 28.12.2013

Scott Kiloby – Ein Leben ohne Probleme

Guten Morgen!

Scott Kiloby auf seiner Homepage

„Ein Leben ohne Probleme

Wie ist es, ein Leben ohne Probleme zu leben?

Ich schaue, doch ich kann kein Problem finden.

Als letztes Jahr der Krebs kam, konnte ich kein Problem finden. Ich sah Worte, Bilder, fühlte Energie, aber das Problem „Krebs“ konnte ich nicht finden.

Als die Finanzen dahinschwanden, konnte ich kein Problem finden.

Als mein bester Freund starb, kam Trauer auf und ein tiefes Gefühl von Liebe für ihn und seine Familie. Immernoch, kein Problem.

Ich kann kein Problem finden. Es ist wie ein Dr. Seuss-Vers. Ich kann es nirgends finden, nicht in meinem Haus, nicht in meinem Auto, in meinem Körper, in meinem Haar. Nicht in diesen Rechnungen, im Fernsehen, im Krebs, oder im gleißenden Licht des Todes. Es kann nicht gefunden werden. Ich hab überall nachgesehen.

Freunde streiten sich in meiner Anwesenheit, kein Problem.

Leute hören mir nicht zu oder sind meiner Meinung, kein Problem.

Manchmal fühlt es sich so an, als sei da ein Problem, bis ich nachschaue. Es ist nicht aufzufinden. Und welche Gedanken und Gefühle auch immer aufgekommen sind, um den Eindruck eines Problems zu hinterlassen, sie lösen sich in Luft auf, wenn das Problem nicht gefunden werden kann.

Was bleibt?

Das Leben, absolut unerklärlich, erscheinend als unbeständige Worte, Bilder, Farben, Geräusche, Gefühle und Empfindungen, und nichts davon formt sich jemals zu etwas Festem und Bestimmtem, einschließlich eines Problems. Es ist herrlich.

Wie ist es, kein Problem zu haben? Es ist kein Problem. Schau selbst nach. Benutze die Unauffindbarkeits-Untersuchung.“

Scott Kiloby

Gruß
Rußie

Jeff Foster – Wie man mit jemandem zusammen ist, der sich nach dem Tod sehnt

Guten Morgen,

heute ein krasser Text von Jeff Fosters FB-Seite, übersetzt von mir. *schnüff*

„WIE MAN MIT JEMANDEM ZUSAMMEN IST, DER SICH NACH DEM TOD SEHNT

Wenn du mit jemandem zusammen bist, der sich umbringen möchte, ist deine nackte Präsenz essentiell. Beeile dich nicht, ihnen Antworten aus zweiter Hand zu geben, oder, aufgrund deines Unbehagens und deiner Angst, zu versuchen, sie davon abzuhalten sich selbst zu töten. Sie werden das nur als eine weiteren Zurückweisung dessen empfinden, wo sie sich befinden. Sie werden sich manipuliert fühlen. Sie haben genug davon, manipuliert zu werden. Sie sind müde, zu hören, was sie tun sollen, wie fühlen, wie leben und wie sterben. Sie suchen verzweifelt nach tiefer Verbindung, nach jemandem, der sie von ihrem Innersten her bestätigt. Sei dir deines eigenen Unbehagens sehr bewusst, deiner Frustration, Angst, deinem Empfinden von Machtlosigkeit. Gehe nicht davon aus, dass sie sich genauso fühlen. Sei ganz und gar offen gegenüber ihrer Welt, ihrer Realität.

Denke daran, so lange sie sich noch nicht umgebracht haben, sind sie voll von kreativem Potential. Konzentriere dich nicht darauf, was oder was nicht geschehen mag. Speie keine Zitate aus Psychologiebüchern oder spirituelle Klischees aus. Konzentriere dich auf jetzt. Dein Verstand mag voll sein von alptraumhaften zukünftigen Szenen ihres Lebensfilms. Denke dran, das ist jetzt gerade bloß deine Vorstellung. Hör auf, eine Beziehung zu dieser Filmfigur herzustellen, dem ‚Selbstmordopfer‘, dem Bild in deinem Kopf, und stelle eine Beziehung her zu dem, der immer noch hier ist. Sie leben noch. Sie sind hier in deiner Gegenwart. In deinem Verstandesfilm sind sie schon tot, doch ihre Gegenwart leuchtet hell, jetzt. Stelle eine tiefe Verbindung her zu der Person vor dir, egal, was sie sagen, was sie in Zukunft tun oder nicht tun werden, gleich, wie bestimmt sie scheinen, gleich, wie ohnmächtig sich diese Situation anfühlt. Hör auf, sie mit ihrer Lebensgeschichte zu verwechseln. Ihre Lebensgeschichte ist gescheitert und sie suchen eine Ausweg. Doch ihre Gegenwart kann niemals scheitern. Lass deine Gegenwart ihre Gegenwart sein. Konzentriere dich auf das, was leuchtet. Konzentriere dich auf das, was hier ist. Hier und jetzt ist der Ort, an dem alle Liebe und Intelligenz und kreativen Lösungen erscheinen.

Denke daran, sie wollen nicht wirklich ihr Leben beenden, weil sie das Leben sind, und immer sein werden. Sie wollen das ‚Selbst‘ töten, das vom Verstand erschaffene Bild davon, wer sie sind. Sie wollen die falsche Identität töten, das ‚Objekt‘, dem, der sie nicht sind, ein Ende machen, und erwachen zu dem, der sie wirklich sind. Sie wollen Wiedervereinigung, sich nicht mehr gespalten fühlen. Sie wollen leben, aber wissen einfach nicht mehr, wie.

Sie wollen sich von der Erschöpfung erholen, ein getrenntes Selbst zu sein, mit seinen Pflichten und Erwartungen, und zutiefst in der Wärme ihrer eigenen Präsenz ruhen. Doch gerade jetzt sehen sie keinen anderen Weg, dorthin zu gelangen, außer durch den physischen Tod. Sie haben vergessen, dass ‚dort‘ in Wirklichkeit hier ist. Sie haben vergessen, dass sie schon zu Hause sind. Setze ihre Erfahrung nicht herab, treibe sie nicht noch weiter weg von zu Hause, und verstehe, dass sie einfach nur falsch identifiziert sind. Du kannst ihren Schmerz verstehen – sie sind eine extremere Version von dir. Sie sind zutiefst menschlich.

Bezeichne sie nicht als ‚der, der sterben wird‘. Der Tod, nach dem sie sich sehnen, ist nicht der Tod, den sie sich vorstellen. Es gibt eine andere Art von Tod, von dem wahre spirituelle Lehrer seit Ewigkeiten sprechen: Ego-Tod. Tod des ‚Ich‘. Tod von dem, für den sie sich halten. Erwachen zu dem, der sie wirklich sind.

Sie wollen nicht sterben – sie wünschen sich inständig zu erwachen. Sie wollen lebendig werden, das Leben so schmecken, wie sie es schmeckten, als sie sehr jung waren. Tief drinnen wissen sie um den Geschmack des Lebens, doch sie haben vergessen, wie man ihn schmeckt. Die Erinnerung des Lebens verfolgt sie. Das ist der einzige Grund, aus dem sie sterben wollen – weil sie das Leben so gut kennen.

Erkläre ihren Drang zu sterben nicht für ungültig, denn in seinem Kern ist er grenzenlose Intelligenz. Verstehe zutiefst ihr falsch verstandenes Sehnen. Höre ihnen zu. Sei für sie da. Gib ihnen die Wärme deiner bedingungslosen Gegenwärtigkeit. Deine Berührung. Dein stilles Wissen. Deine Freundlichkeit. Begegne ihnen auf eine Art, wie niemand sonst ihnen begegnen kann, nicht mit der Absicht, sie vom Sterben ‚abzuhalten‘, oder ihre Erfahrungen auf irgendeine Art zu manipulieren, oder sie darüber zu belehren, was das Beste für sie ist, sondern sie an ihren unendlichen Wert als Ausdruck des Einen Lebens zu erinnern, ihr unentdecktes Potential, und ihre wahre Identität jenseits der Last ihrer ‚Geschichte‘.

Ich habe erstaunliche Transformationen gesehen, wenn ich in der Lage war, mit Menschen an diesem Ort tiefgreifender Verbindung zusammen zu sein. Ich verstehe den Drang zu sterben so gut – ich habe ihn währen meiner Jugend und im frühen Erwachsenenalter so viele Male gespürt. So viele Male war ich sicher, dass ich es nicht schaffen würde. Ich verstehe das Verlangen danach ‚mein Leben‘ zu beenden. Und ich weiß auch, dass es einen anderen Weg gibt. Das Verlangen zu sterben ist das missverstandene Verlagen zu leben, zu dem Wunder unserer nackten Präsenz zu erwachen. Unsere Geschichte ist niemals in Stein gemeißelt.

Manche werden sterben, manche werden leben. Alle sind das Eine Leben. Ich, wir, genial maskiert. Lasst uns begegnen, an einem Ort abgrundtiefer Stille.“

Ob er früher stattdessen gesagt hätte „Tod? Gibt es doch gar nicht!“? https://satyamnitya.wordpress.com/2013/03/02/jeff-foster-darum-gibt-es-keinen-tod/

Rupert Spira – Erst Verstehen, dann Freuen

Guten Morgen,

heute was von Rupert Spiras Facebook-Seite:

„Wenn wir verstehen, dass wir das, wonach wir uns zutiefst sehnen, niemals in einem Objekt, einer Substanz, einer Aktivität, einer Beziehung oder einem Zustand finden können, verliert unser Sehnen ganz selbstverständlich und mühelos seine Richtung und Dynamik, fließt zurück in seine Quelle und wird als die Freude offenbart, nach der wir gesucht haben.“

Gute Nacht 🙂

Rußie

Was zur Hölle geht da vor??????????????

Guten Morgen,

heute übersetze ich einen Facebook-Post von Scott Kiloby. Er schreibt hier über die Auswirkungen der „Living Inquiries“, eine Form der Selbstbefragung, die er lehrt. Mehr darüber findet ihr auf seiner Internetseite.

Was zur Hölle geht da vor??????????????

Diese Woche kam dieses Thema einige Male hoch, in verschiedenen Zusammenhängen, Fragen, Emails, etc. Wohin führen diese Selbstbefragungen? Werde ich einfach das Nicht-Selbst sehen, dass es nicht existiert und sonst auch nichts? Werde ich sehen, was ich wirklich bin?

Ich kann keine dieser Fragen für dich beantworten, genauso wenig wie die (von Scott Kiloby geschulten, Anmerkung d. Übers.) Begleiter. Doch ich kann meine Erfahrung teilen. Ich kann nicht ein verdammtes Ding finden. Punkt. Egal, wonach ich Ausschau halte, ich kann es nicht als ein aus sich selbst heraus existierendes Ding, Objekt, Selbst oder…. finden, oder als Verstehen, oder Hundehaufen, oder See. Das bedeutet aber nicht, dass mein Alltagserleben absolut leer von Erscheinungen ist, etwa wie ein großes schwarzes Loch aus Nichts. Überhaupt nicht. Das große schwarze Loch ist ebenfalls unauffindbar, genauso wie alles andere, von dem ich einst dachte, darum ginge es bei der Selbstverwirklichung – Erkenntnis, Bewusstsein, Glückseligkeit, Frieden, Leere, Befreiung, und all die anderen tollen Dinge, über die gesprochen wird. Zur Hölle, selbst die Unauffindbarkeit ist unauffindbar.

Also, wie sieht das tägliche Erleben für mich aus? Wie eine Realität VOLL von Dingen. Gott, da sind Dinge, Menschen, Ereignisse, Posts, Beziehungen, Krankheit, Feiern, überall. Und doch sind sie leichter Natur, illusionär, absolut unauffindbar, wenn ich hinsehe. Das ist durch die Selbstbefragung tief in meine Erfahrungen eingedrungen, so dass sich meine Beziehung zu all diesen Dingen ganz anders anfühlt, leichter, ruhiger, mitfühlender, vergebender, all das. Und das bedeutet nicht, dass es für mich keine Trigger mehr gibt. Falls und wenn sie auftauchen, weiß ich, wie ich hinzusehen habe. Das ist alles. Die Idee, erleuchtet zu sein, scheint mir in etwa genauso real wie die Idee, ein Astronaut zu sein. Und ich kann euch versichern, ich war nie auf dem Mond.

Doch auf gar keinen Fall ist diese Arbeit für mich ein Leugnen oder Verneinen von irgendetwas. Nicht von einer einzigen Sache. Tatsächlich erscheint die Welt auf eine gewisse Art sogar mehr als zuvor. Ich habe gerade vor einem Moment noch Tränen vergossen über die Beziehung zu meinem Partner, Tränen der Freude. Und doch ist er unauffindbar, genauso wie ich. Doch zum Glück beendet das nicht die Erscheinung aller Dinge. Es ist die Wahrnehmung, dass Dinge AUS SICH SELBST HERAUS hier sind, als ob sie getrennt wären von Gedanken, Gefühlen, Emotionen, und Rollen, die in meinem Leben Leiden hervorgebracht hat. Wenn gesehen wird, dass die Dinge nicht auf diese Weise existieren, wird die Leichtigkeit und Freude daran, einfach in dieser Welt zu Leben mit all den illusionären Dingen, mit all ihrer dramatischen Vielfältigkeit, auf sehr tiefgreifende Weise wertgeschätzt. Selbst mit all den spirituellen Sichtweisen und begeisternden Worten zu spielen, macht Spaß. Aber es ist nur ein Spielen…“

Scott Kiloby

(auf seiner Facebook-Seite am 23.05.2013)