Jeff Foster – Wie man hilft

Guten Morgen, da bin ich mal wieder.

„WIE MAN HILFT

Vielleicht ist es an der Zeit den Versuch aufzugeben, andere „verbessern“ zu wollen, den Versuch aufzugeben, ihnen Antworten zu geben oder ihre Probleme zu lösen. Du bist nicht sehr gut darin, mein Freund. Deine Natur ist nicht Manipulation, sondern Gegenwärtigkeit; nicht Trennung, sondern Ganzheit.

Vielleicht ist es an der Zeit, nicht mehr so zu tun, als wärst du eine allwissende Autorität, der unfehlbare Lehrer, der geheilte Experte. Selbst mit der besten Absicht magst du unwissendlich in ihren natürlichen Heilungsprozess eingreifen. Du magst sie abhängig von dir halten, sie ablenken von einem tiefen Vertrauen in ihre ureigenste Erfahrung.

Erinnere dich daran, vielleicht muss es ihnen schlechter gehen, bevor es ihnen besser gehen kann. Vielleicht müssen sie ihren Schmerz noch stärker fühlen, bevor sie sich der wahren Quelle der Heilung öffnen können. Vielleicht müssen sie in den, für den sie sich gehalten haben, hineinsterben, bevor sie wirklich leben können. Wahr für sie, wahr für dich.

Auf jeden Fall sollte dies in Betracht gezogen werden.

Also, entspanne dich. Atme. Komme heraus aus dem Drama. Erkenne deine Sehnsucht an, sie zu verändern, zu verbessern oder auch nur zu beruhigen. Und jetzt, höre einfach zu, ohne Beurteilungen, und versuche zu verstehen, wo sie sich befinden. Versetze dich in sie hinein. Sieh deutlich, wer und was vor dir steht.

Vielleicht ist die größte Hilfe, die du genau jetzt anbieten kannst, deine Klarheit und bewertungsfreie Aufmerksamkeit – dein natürliches Mitgefühl. Strahle das aus; sei diese Gegenwärtigkeit, biete diese Offenheit an. Bleibe weit geöffnet für Lösungen, die noch nicht geboren wurden. Vertraue diesem eigenartigen Prozess. Sei diese stille Absicht – und die richtigen Worte, Taten, Interventionen, Entscheidungen, werden ohne Anstrengungen geschehen.

Weihe ihren Moment, indem du nicht davonrennst. Spiegle ihre eigene Fähigkeit, präsent zu sein. Vertraue dem uralten Mysterium der Heilung.

Vielleicht kann die wahre Medizin aufblühen, wenn „du“ aus dem Weg gehst. Ja, Drogen und gute Ratschläge mögen betäuben, oder sogar Symptome beseitigen, doch eine Einladung zu einer tiefergehenden spirituellen Heilung mag gleich unter der Oberfläche schlummern.“

Jeff Foster auf Facebook, 31.08.2013

Darunter kommentiert jemand:

„Danke Jeff. Ich sehe, dass ich, wenn ich eine Experte bin, in einer Art Wichtigkeit gefangen bin, die die Fähigkeit, einfach nur zu sein, verdeckt. Für mich ist es sehr anstrengend, ein Experte zu sein. Es ist kein Ort, an dem ich wahrhaftig zuhören kann. Dazu gehört ein Gefühl des Drucks. Der Druck zu teilen, der Druck zu wissen, der Druck zu beeinflussen (jemanden von seiner eigenen Erfahrung wegzureißen), davon ausgehend, dass mir die Rettung zugute gehalten werden wird. Ich sehe die Arroganz darin. Ich sehe die Unschuldigkeit darin. Ich sehe das reine Herz dahinter. Danke dir dafür, Experte darin zu sein, kein Experte zu sein.“

Viele Grüße
Rußie

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